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Die Bewährung auf hohem Niveau: Pascal Nussbaumer schaut auf die bevorstehende Rückrunde

Die erste Vorrunde in der 2. Liga Interregional konnte für den Aufsteiger SC Cham nicht unterschiedlicher sein. 6 Siegen aus 8 Partien zu Beginn des 2. Liga Inter-Abenteuers standen mit der Niederlage gegen Zug 94 lediglich noch ein Unentschieden und 5 Niederlagen gegenüber. Nun steht eine herausfordernde Rückrunde bevor, bei der es gelingen soll zu den altbekannten Stärken zurückzukehren.

Enthusiasmus, Wille, Kampfgeist, Solidarität, Selbstvertrauen, absoluter Siegeswille und Freude am Fussball waren die Qualitäten, die der Aufsteiger zu Beginn der Saison sein Eigen nennen und mit diesen Eigenschaften nahezu jedem Gegner die Stirne bieten konnte. Nach der Auswärtsniederlage gegen Zug 94 geriet man aber in eine regelrechte Abwärtsspirale und verlor bis auf eine Partie die restlichen Spiele, wenn auch teilweise knapp. Damit rutschte man von einem Spitzenplatz am Anfang bis zum Ende der Vorrunde mit 19 Punkten aus 14 Spielen auf den 8. Tabellenplatz ab, lediglich mit 5 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Etwas Distanz gewonnen, aufgetankt und voll motiviert wieder auf dem Platz
«Die Winterpause kam im richtigen Moment. Ich habe die fussballlose Zeit im Winter sehr genossen. Ich hatte mehr Zeit für mich und meine Familie und konnte in aller Ruhe meinen Wohnortswechsel organisieren. Nun aber bin ich wieder top motiviert und die Vorfreude auf die Rückrunde ist sehr gross. Wir starten mit dem Heimspiel am Samstag, 11. März, 16.00 Uhr gegen den unangefochtenen Leader Mendrisio und wollen dann auch tatsächlich bereit sein.»

Die Sache in die eigenen Hände nehmen
Dass das Potential in der Mannschaft zweifellos vorhanden ist, die Rückrunde aber kein Selbstläufer wird, davon geht Cheftrainer Pascal Nussbaumer aus. «Ich habe Respekt vor dieser Rückrunde, sie ist aber auch eine ganz besondere Challenge für mich und die Mannschaft. So versuchen wir an unseren Stärken festzuhalten. Wir wollen bei jedem Spiel den nächsten Schritt machen und so zum Erfolg zurückkehren. Dabei spielt auch eine sehr gute Vorbereitung in der Winterpause eine wichtige Rolle.»

Schwerpunkte in der Vorbereitungsphase
Seit dem 1. Februar trainiert die Mannschaft voller Elan. Wie gewohnt, ist auch dieses Jahr die Vorbereitungszeit kurz, aber intensiv. Die Spieler haben sich mit einem speziell für sie zusammengestellten Programm auch in der Winterpause fit gehalten und weisen gemäss Nussbaumer bereits einen erfreulichen Fitnessstand auf. «An der Physis wird nun aber im Mannschaftsverband nochmals gezielt gearbeitet. Neu ist, dass wir ein neues taktisches System entwickeln wollen, mit dessen Hilfe wir uns besser auf den jeweiligen Gegner einstellen können und das unterschiedlichen Personalsituationen gerechter wird. Nicht optimal ist, dass sämtliche Einheiten auf Kunstrasen absolviert werden müssen und die Trainingspräsenz nicht ganz so hoch ist wie zu Beginn der Saison im Sommer. Es fehlen leider immer wieder Spieler aus beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen», so Pascal Nussbaumer

Die Sache mit dem Kopf
Strotzte man nach der Topsaison mit dem Gewinn des Meistertitels noch vor Selbstvertrauen, wurde dieses gegen Ende der Vorrunde in der höheren Liga doch etwas angekratzt. Für Nussbaumer ist es wichtig, dass deshalb auch viel mentale Arbeit in der Vorbereitungsphase geleistet werden muss. «Die Spieler müssen wieder an sich glauben, ihre individuellen Stärken leben und Eigenverantwortung zum Wohl des Kollektivs übernehmen. Dann kehren auch die Spielfreude und der Erfolg zurück», ist Nussbaumer überzeugt. «In diesem Sinne sind bereits die Vorbereitungsspiele etwas resultatorientierter als in anderen Jahren. Mit jedem gewonnenen Spiel dürfte etwas mehr Selbstvertrauen dazu kommen.»

Realistische Zielsetzung
Das Trainerteam will möglichst schnell die Marke von 35 Punkten erreichen und so Abstand zum Tabellenende schaffen. 37 Punkte sollten zum Ligaerhalt reichen, ist doch die Liga sehr ausgeglichen. Mit Torhüter Orlando Gyr (Muri) und Luca Küttel (Weggis) verlassen zwei Spieler den SC Cham in der Winterpause. Sie werden ersetzt durch Torhüter Julien Moser (Sins) und den Ex-Spieler der 1. Mannschaft Tim Neziri (Thalwil). Für ein halbes Jahr wieder mit dabei ist mit Fabian Meier zusätzlich der ehemalige Stammgoalie und erfahrene Teamleader. Seine Erfahrung, seine Persönlichkeit und seine Ausstrahlung dürften dem Team zusätzliche Impulse geben. Ebenfalls soll der junge Jak Mesto (ex YF Juventus ZH) für mehr offensive Durchschlagskraft sorgen. Er ist auch Bestandteil des Kader der 1. Mannschaft.

Text und Foto: André Dommann