100 JAHRE SC CHAM
 

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Der Sportclub Cham - ein Stück Chamer Geschichte
 
Gründung und erste Jahre    
     
1910
ist das Geburtsjahr des heute jubilierenden Vereins. Er wurde nämlich am 14. Juni 1910 gegründet und nannte sich, den damaligen Gepflogenheiten - Fussball stammt aus England - entsprechend, «Football-Club Cham».

Es war der erste Fussballclub im Kanton Zug. Die Initianten waren Jacques Bastady, Paul Baumgartner, Alfred Ritter und Hans Sidler. Bald fanden sich weitere Fussballfreunde ein, so Albert Grob, Theodor Grob, Robert Ritter, Jakob Roth. Vorerst wurde nur geübt, und zwar im Areal des «Hirsgarten», wobei die Goalstangen mitgebracht wurden und die Anschaffung eines Balles eine ernsthafte finanzielle Sorge des jungen Vereins bedeutete.
     
 
     
Die Gründer, von links: Paul Baumgartner,
Alfred Ritter, Hans Sidler (es fehlt Jacques Bastady).
  Erster Match 1910: rechts die sechs Chamer,
links eine Zuger Mannschaft.

Erste grössere Erfolge
 
1916
brachte dem jungen Verein insofern neue Schwierigkeiten, als sein gewiegter Präsident Dulla infolge Wegzugs die Vereinsleitung niederlegte. An seiner Stelle fungierte interimistisch Josef Frey, Kaufmann. Die GV wählte dann als neuen Präsidenten Werner Bienz, Techniker. Das Jahr brachte fÜr den FC Cham einen ersten Erfolg; er wurde Gruppen-Champion in der Serie C. - Kriegsbedingte Schwierigkeiten erschwerten.


Der FC Cham um 1914/15, stehend von links: Josef Bächler, Alfred Ritter, Heinrich Dulla.
Sitzend vorne links: Josef Frey.


1917
weiterhin den Spielbetrieb. Immerhin wurde, wie schon 1916, im «Hirsgarten» das beliebte Turnier mit Sechsermannschaften durchgeführt. Beide Male plazierte sich der FC Cham an erster Stelle. 1918 erfolgte der Beitritt zum neugegründeten Innerschweizerischen Fussballverband (IFV), nachdem wegen eines Protestfalles der Austritt aus dem Schweizerischen
Fussballverband (seit 1913 SFV) erwogen worden war. (So etwas war damals noch möglich!). Willy Rüttimann, Kaufmann, übernahm nun die Vereinsführung.



1918/19
sollte die bisher erfolgreichste Saison werden. Nicht nur wurde für das ganze Winterhalbjahr die Spielwiese beim Teuflibach von der Papierfabrik gratis zur Verfügung gehalten, auch stellte sich -laut Jubiläumsbericht «25 Jahre Fussball in Cham» (1935) - ein sportlicher Grosserfolg ein. Die 1. Mannschaft mit Rickenbacher Dominik, Wyss Ernst, Huwyler Josef,Roth Jakob,Suter Jakob,Zürcher Rupert, Käppeli Otto, Bader Max, Wüest Emil, Inderbitzin Walter und Moos Anton errang den Innerschweizer Meistertitel mit dem Maximum von 16 Punkten aus 8 Spielen und dem glänzenden Torverhältnis von 32 : 3.


Die Meisterelf 1918/19, von Iinks: WiIly Rüttimann (Präsident), Ernst Wyss, Walter lnderbitzin, Emil Wüest, Franz
Wüest, Dominik Rickenbacher, Josef Huwyler, Max Bader, Jakob Suter, Jacques Roth, Otto Käppeli, Rupert Zürcher,
Anton Moos.


1919/20
Die 1. Mannschaft wurde für die Spiele im IFV gemeldet (2.Rang), während die 2. Mannschaft in der schweizerischen Serie C spielte und dort nicht über den letzten Platz hinauskam. An der GV 1920 wurde Georg Stuber, Kaufmann, als neuer Präsident gewählt. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Dislozierung des Clublokals ins Hotel Bahnhof.

1920/21
In dieser Saison stand im Gebiete der Kleineslen erstmals ein Sportplatz während des ganzen Jahres zur Verfügung. Der Umstand, dass fortan auch in der Vor- und Nachsaison trainiert und gespielt werden konnte, bewirkte eine merkliche Steigerung des sportlichen Rendements. Die 1. Mannschaft erreichte in der schweizerischen Serie C-Meisterschaft den famosen 2.
Rang, und die Reserven belegten im innerschweizerischen Wettbewerb ebenfalls den 2. Platz. Auch das Goldauer C-Turnier wurde eine Beute der Chamer. - Die Mitgliederzahl überschritt erstmals die Hundertergrenze. Sogar die Platzeinnahmen erreichten einen Rekordbetrag von Fr. 386.50. Es musste aber ein Aufnahmegesuch von 18 Schülern ablehnend beantwortet werden. Man stellte ihnen lediglich alte Bälle zur Verfügung, ohne die Verantwortung für deren Verwendung (!) zu übernehmen. Diese Vorsicht überrascht - wenigstens mit heutigen Augen gesehen , aber die Schulbehörde war dem Fussballsport gegenüber alles andere als gnädig
gestimmt.


Jahre der Krise
 
1921/22
Die Saison kündigte sich gut an, denn die Durchschlagskraft der 1. Mannschaft gab zu schönsten Hoffnungen Anlass. Sie beendete die Gruppenspiele an 2. Stelle und war somit berechtigt, die Aufstiegsspiele um die Promotion in Serie B zu bestreiten. Auch wurde sie Turniersieger in Adliswil. Leider misslang dann der Aufstieg, und das sollte der Beginn einer schwerwiegenden Vereinskrise sein. Zudem musste der Club wieder ohne Dauerplatz auskommen, da das Spielfeld in der Kleineslen kurzfristig gekündigt worden war. Einige Mitglieder versuchten den Club nach Zug zu dislozieren. Die Unzufriedenen, die ohnehin in Zug wohnhaft waren, traten zum SC Zug (1915 als FC Excelsior gegründet) über. Zu allem Übel verliess zufolge Wegzugs auch Präsident Stuber den Verein, so dass Heinrich Habermacher, damals Kanzlist, das zweifelhafte Vergnügen hatte, vorübergehend den ganzen Vorstand zu bilden und den verwaisten Club durchzuhalten.


Der FC Cham um 1922, von links: Albert Zehnder, Anton Moos, Adelrich Rast, Robert Sidler, Georg Stuber
(Präsident), Hans Diehm, Walter Burri, ....., Robert Villiger, Heinrich Habermacher, Max Fankhauser.


1922/23
Für die Saison stellte sich G. Hofer, Kaufmann, als Präsident zur Verfügung. Er vermochte mit viel Initiative und Energie das gekenterte Vereinsschiff wieder flottzumachen. Leider musste er vor Saisonende wegen Abreise das Präsidium aufgeben, so dass Heinrich Habermacher erneut einsprang. Die Platzfrage wurde gelöst, indem wiederum mit dem Halbjahresbetrieb im «Teuflibach» vorlieb genommen werden musste. Die 1. Mannschaft erreichte in der innerschweizerischen Serie A einen Mittelfeldplatz, während die 2. Mannschaft nur Freundschaftsspiele austrug.

1925/24
Die Clubleitung ging in dieser Saison an Carl Bräm, Werkmeister, über. Auch er hatte keine leichte Aufgabe. Während in der vorhergehenden- Saisondie 2 Mannschaften oftmals nicht komplett antreten mussten (Arbeitslosigkeit, hohe Reisespesen), standen jetzt, da nur 1 Mannschaft gebildet worden war, zu viele Spieler zur Verfügung. Folgende Stelle aus dem Jahresbericht mag die damit verbundenen Schwierigkeiten in etwa belegen: «Um aber allen Spielern etwas bieten zu können, musste die Mannschafts-Aufstellung häufig geändert werden, wodurch die ohnehin untrainierte Mannschaft
naturgemässden zum Erfolg nötigen Schwung nicht aufbrachte und einige Male unglücklich operierte. Wir lassen uns jedoch vom Gedanken leiten, dass wir nicht Fussball spielen, um auf Lorbeeren ausruhen zu können, sondernum unsere Gesundheit zu stählen.» -Immerhinerreichte die Mannschaft in der höherenStärkeklasse (SFAV Serie C) mit dem4. Rang ein gutes Resultat.

1924/25
Die Saison brachte erneut einen Wechsel in der Vereinsleitung, die an Robert Sidler, Mechaniker, überging. Infolge wegzugs des Präsidenten trat aber noch vor Saisonende wiederum eine Vakanz ein.Franz Grubenmann übernahm ad interim die Leitung. Es war überhaupt ein wenig erfreuliches Vereinsjahr, da ein starker Mitgliederwechsel einen regulären Spielbetrieb verunmöglichte. Das Resultat war auch entsprechend: Cham belegte in Serie C den letzten Rang. Einige junge Leute (Junioren) vereinigten sich unter Führung von Rico Besozzi zu einem wilden Club, der im Jahre 1925 als FC YOUNG BOYS CHAM gar die Genehmigung der Verbandsbehörden fand. Präsident war Josef Bielmann,Kaufmann; das Clublokal befand sich im «Raben». Gespielt wurde im Gebiet der Kleineslen, und die Spieler trugen weisse Leibchen mit schwarzem Kragen und schwarzen Manschetten.

1925/26
Unterdessen musste der FC Cham einen neuen Präsidenten suchen. Iwan Trutmann trat das unter den gegebenen Umständen höchst undankbare Amt an und betreute in der Saison 1925/26 die Rumpfmannschaft, die sich tapfer für die rotgrünen Farben des FC Cham wehrte.


Fusion SC Cham - Erholung
 
1926/27
Die Saison brachte noch keine Besserung der Verhältnisse. Nur ganz schüchtern erfolgten von Seiten des FC Vorschläge zu Fusionsverhandlungen. Am 4. Juli 1927 fand endlich unter dem Vorsitz eines Vertreters des Einwohnerrates (Einwohnerrat Zehnder) eine Sitzung statt, zu der die beiden Vereine je vier Vertreter delegiert hatten. Man einigte sich auf Fusion unter dem Namen SPORTCLUB CHAM, Clubfarben rotweiss (längsgestreift), Clublokal Hotel Bahnhof. Die Fusionsversammlung vom 24. Juli 1927 erhob die Vorschläge der Kommission zum Beschluss, bereinigte die neuen Statuten und wählte Josef Bielmann, der sich auf der YB-Seite sehr für die Fusion eingesetzt hatte, zum ersten Präsidenten des SC Cham.


Der SC Cham nach der Fusion, von links: Iwan Trutmann, Gottlieb Bühlmann, Max Fankhauser, Francesco Maggiori,
Hans Diehm, Meinrad Schibig, Oskar Staub, E. von Tobel. Alois Koch, Franz Grubenmann, Josef Fischer. (Detail: auf
dem Querbalken steht noch «FC Cham».)



1927/28
Die neue Saison konnte so mit mehr Zuversicht in Angriff genommen werden. Die Mitgliederzahl stieg, die Finanzen erholten sich, und die Mannschaft erkämpfte sich ermutigende Resultate in der schweizerischen Serie D- und der innerschweizerischen Serie A-Meisterschaft. Zudem wurde der Sportplatz Teuflibach von der Papierfabrik für das ganze Jahr gratis zur Verfügung gestellt. Dieses wohlwollende Entgegenkommen Herrn Direktor Navilles, des verdienten Gönners, ermöglichte fortan eine intensivere Trainingstätigkeit.

1928/29
Dies wirkte sich in günstigem Sinne aus, indem die Mannschaft des SC Cham in drei Kompetitionen (schweizerisch, innerschweizerisch, Turmac-Cup) vordere Ränge belegte. - Zum Abschluss der Saison veranstaltete der Club ein C/D- Turnier, dem ein grosser Erfolg beschieden war. - Am 22. März 1929 wurde eine Senioren-Abteilung gegründet, freilich nur zum Zwecke der «moralischen unterstützung» der Aktiven.

1929/30
übernahm Heinrich Habermacher, Kaufmann, die Clubleitung. - Auf Saisonbeginn erfolgte der Ausbau des Sportplatzes (Einzäunung, Ballfänger, neue Tore mit Drahtgitter). Beide Mannschaften konkurrierten an schweizerischen Meisterschaften, C resp. D, nachdem der Austritt aus dem IFV erklärt worden war. Die Leistungen entsprachen jedoch nicht den Erwartungen. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens veranstaltete der Club am 25. Mai 1930 ein Jubiläums- Turnier (C/D). Die offizielle Feier mit gemütlicher Unterhaltung fand gleichentags im «Bären» statt.

1930/31
spielte die 1. Mannschaft in Serie D; doch auch diesmal blieb die sportliche Leistung bescheiden. Immerhin reichte es zum Sieg am C/D-Turnier in Schwyz. Die 2. Mannschaft bestritt nur Freundschaftsspiele.

1931/32
Schon früh setzte für diese Saison das Training ein, wurde es doch einige Zeit von einem in Cham weilenden Spieler von Ujpest Budapest geleitet. Es scheint, dass dieses episodenhafte Ereignis den Chamer Fussballern mehr Selbstvertrauen eingeflösst hat, denn die Leistungen der 1. Mannschaft waren wieder erfreulich (3.1D). Es sei noch erwähnt, dass in dieser Saison tief in die Vereinskasse gegriffen werden musste, um in Härtefällen (Arbeitslosigkeit, verminderte Verdienstmöglichkeiten) den Jahresbeitrag zu erlassen und die Reisespesen zurückzuvergüten.

1932/33
erreichte die 1. Mannschaft nach vielversprechenden Anfangserfolgen wiederum den 3. Gruppenrang in Serie D. - Nachdem schon 1930 über die Gründung einer Juniorenmannschaft diskutiert worden war, wurde diese Saison der versuch gewagt; doch es blieb beim Versuch. Immerhin errang die Mannschaft in vier Freundschaftsspielen gegen Nachbarclubs drei Siege.

1933/34
amtete Ernst Sidler, Klavierstimmer, als Präsident. Die 1. Mannschaft startete nicht mehr in Serie D zur Meisterschaft, sondern in der 5. Liga. Der Schweizerische Fussballund Athletikverband (seit 1918 SFAV) hatte nämlich eine Reorganisation der Spielklasseneinteilung durchgeführt. Leider blieb der Anfangserfolg gegen den nachmaligen Gruppensieger der einzige Lichtblick; am Ende der Saison musste der SC Cham einmal mehr die rote Laterne übernehmen.

1934/35
Neu ging die Vereinsleitung auf vielseitigen Wunsch wieder an Heinrich Habermacher über. Die Mannschaft beteiligte sich an der Meisterschaft der 4. Liga und erzielte ein besseres Resultat als das Jahr zuvor in der 5. Liga. - Die Heranbildung des Nachwuchses wurde erneut aufgegriffen; eine Juniorenmannschaft bestritt mehrere Freundschaftsspiele. Am 19. Mai 1935 fand die Jubiläumsfeier aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Vereins statt. Ein Jubiläumsturnier wurde am Nachmittag durchgeführt, und am Abend folgte im Hotel Bären die Feier mit Ansprache des Clubpräsidenten, Gratulationsadressen der Behörden und Vereine. Tombola, Theaterdarbietungen, Couplets, Ballmusik sorgten für gemütliche Unterhaltung. - Mitgliederbestand: 108 (12 Ehren-, 6 Frei-, 15 Aktiv-, 62 Passivmitglieder und 13 Junioren).


Der SC Cham im Jubiläumsjahr 1935, hintere Reihe, von links: Josef Blum, Josef Hürlimann, Robert Imfeld
(Platzkassier), Josef Richenberger, Josef Landtwing, Gerolamo Danieli (Captain), Primo Locatelli, Hans Stuber, Nello
Bertoni, Siro Gambazzi, Alois Betschart, Adolf Schaller (Kassier), Walter Baumgartner, Walter Widmer, Adolf Staub,
Otto Artho (Aktuar), Adolf Künzle, Ernst Sidler, Albert Zehnder (Juniorenleiter), Adelrich Rast (Beisitzer), Heinrich
Habermacher (Präsident). Mittlere Reihe: Otto Burri, Paul Ambauen, Jakob Schaller, Dino Biagi, Eugen Kaufmann
(Jun.-Captain), Niklaus Felder, Franz Meier, Josef Bösch, Kaspar Rey, Raffael Raffaelli. Vordere Reihe: Franz
Herrmann, Hans Graf, Willy Schneitter.


1935 bis 1939
spielte die Mannschaft des SC Cham mit wechselndem Erfolg in der 4. Liga.

1936/37
beteiligte sich nach längerem unterbruch wieder eine 2. Mannschaft an der 5. Liga-Meisterschaft.

1938/39
trugen die Sportclübler ein neues Dress: rote Leibchen mit weissem Winkelstreifen, weisse Hosen. - Erstmals wurde in dieser Saison eine Schülermannschaft gebildet, die einige Freundschaftspiele austrug. Auch eine Seniorenmannschaft spielte einige Male.


Die Kriegsjahre
 
1939/40
wurde als Trainingsleiter H. Hediger verpflichtet.Der Kriegsausbruch verhinderte einen normalen Trainings- und Spielbetrieb. Der SC Cham musste gezwungenermassen in der sogenannten Mobilisationsmeisterschaft der 3. Liga mitwirken.



1940/41
spielte der SC Cham definitiv in der 3. Liga, und zwar in Anerkennung der erfolgreichen Mitwirkung in der Mobilisationsmeisterschaft. Der Start in der neuen Spielklasse war erfreulich, erreichte doch die Mannschaft einen famosen 3. Schlussrang (bei 10 Mannschaften>. Die 2. Mannschaft machte in der 5. Liga mit, und die Senioren trugen einige Freundschaftsspiele aus.

1941 bis 1944
beteiligten sich regelmässig 2 Mannschaften des SC Cham an den Meisterschaftsspielen des RVI (1941 Umbenennung des IFV in «Regionalverband Innerschweiz des SFAV»). Die 1. Mannschaft kämpfte nach einem erfolglosen Jahr (1941/42 letzter Rang) mit wachsendem Erfolg in der 3. Liga (1942/43 4./6,1943/44 unter Trainer Louis Bossi 3./8) Die 2. Mannschaft spielte vorerst noch in der 5. Liga, dann - mangels Konkurrenten (!) - in der 4. Liga. 1942/43 beteiligte sich der SC Cham auch an Cup-Spielen (Schweizer-Cup, Waldstätte-Cup).

1944/45
erfuhr wiederum einen stark gestörten Spielbetrieb, da die Kriegslage vermehrte Dienstleistungen erforderte. Deshalb konnte nur eine Mannschaft (3. Liga) gemeldet werden. Der Vorstand wurde in dieser Saison durch eine Spielkommission (später SPIKO genannt) erweitert, der neben zwei Vorstandsmitgliedern die Passivmitglieder (!) Steiger und Diehm sowie die zwei Trainingsleiter Kaspar Meier und Josef Richenberger angehörten.


Aufwärtstrend / Gründung einer Juniorenabteilung
 
1945/46
brachte eine nochmalige Erweiterung des Vorstandes, so dass man mit Fug von einer «Verwaltung» (Jahresbericht) sprechen konnte. Die Spielkommission, mit Walter Steiger als Präsident, wurde nun integraler Bestandteil. Erstmals ernannte man einen Juniorenleiter, nämlich Otto Artho. Die Gründung einer Junioren-Abteilung (22 Junioren!) war also Tatsache geworden. - Auch ein neues Tenue (weinrot/blau) sollte dokumentieren, dass diese Saison zu den bedeutungsvollen der Clubgeschichte gehört. Die 1. Mannschaft erkämpfte sich in der 3. Liga
den 2. Rang, und die Reserven wurden gar 4. Liga-Gruppenmeister.

1946/47
griffen wiederum drei Mannschaften in die Meisterschaftswettkämpfe ein: neben der 1. Mannschaft die Reserven sowie die A-Junioren, deren Führung Josef Meier übernommen hatte. Der gesteigerte Trainingsbetrieb erheischte eine sorgfältigere Trainingsleitung. Es standen Adolf Sidler (FC Luzern) und Kaspar Meier zur Verfügung. Das zahlte sich aus: Die 1. Mannschaft wurde erstmals 3. Liga-Gruppenmeister. - Anlässlich der in Cham durchgeführten Delegiertenversammlung der Region Innerschweiz wurde Präsident Habermacher die goldene Verdienstnadel des SFAV überreicht.



1947/48
Mit einer Spende von Franken 2000.– half die Papierfabrik Cham dem Sport club aus der wenig erfreulichen
finanziellen Lage. Im Winter veranstaltete der Club einen Fastnachtsumzug mit nachfolgendem Spiel und im Sommer
wurde erstmals ein sogenanntes «Grümpel turnier» durchgeführt.

1948/49
wurde der SC Cham erneut 3. Liga-Gruppenmeister und hernach gar Regionalmeister. Leider misslang der
Aufstieg in die 2. Liga, da beide Spiele gegen den Aargauer Regionalmeister Menziken verloren gingen (1:4, 0:1).


SC Cham um 1948, stehend von links: Kaspar Meier (Trainer), Josef Muheim, Josef Jutz, Egidio Sacchet, Josef
Ghidotti, Josef Bächer, Franz Weingand. Kniend von links: Gerolamo Danieli, Fritz Tschan, Erwin SchönbächIer, Alfred
Knecht, Andreas Schoch.


1949/50
Eine Beleuchtungsanlage (ein Mast) erleichterte das Training, das unter Leitung von Kaspar Meier und Eugen
Flückiger stand. Die Senioren bestritten weiterhin Freundschaftsspiele.

1950/51
spielten vier Mannschaften um Meisterschaftspunkte, da die Senioren in der 4. Liga mitwirkten. Die Ausbeute
liess sich durchaus sehen, zwei Ehrenplätze (3. Liga und Junioren), ein dritter und ein sechster Rang (4. Liga).


Erdauerter Aufstieg
 
1951/52
In dieser Saison konnte in der Person von Ernst Eggenschwiler (Nationalliga-Spieler) ein bestqualifizierter Spielertrainer gewonnen werden. Er führte gleich beide Aktivmannschaften zu Gruppensiegen, die 3. Liga-Mannschaft gar zur
Regionalmeisterschaft. Leider misslang beiden der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse.

1952/53
Wiederum wurde in der 3. und 4. Liga die Gruppenmeisterschaft errungen, wiederum wurde die 1. Mannschaft
Regionalmeister und wiederum misslang der Aufstieg, diesmal durch klare Niederlagen gegen Sporting Aarau (1:4, 1:2).
Mit wechselndem Erfolg kämpften die Junioren (B und C), sowie die Senioren, welche vom Clubpräsidenten betreut wurden. Auf Saisonende erfolgten die Rücktritte von drei gewichtigen Mandatinhabern, nämlich von Ernst Eggenschwiler als Trainer, Josef Meier als Juniorenleiter und Walter Steiger als Präsident der SPIKO.


SC Cham Regionalmeister 1953, stehend von links: A. Schaller (Vizepräsident), E. Eggenschwiler (Trainer), E. Eicher,
F. Tschan, J. Hüsler, Th. Schoch, E. Menzi, R. Habermacher, H. Habermacher (Präsident). Kniend von links: G. Vanetta,
S. Foglia, E. Schönbächler, A. Wicki, A. Ribaux, W. Steiger.


1953/54
Die Spielkommission wurde mit Vizedirektor Reinhard Seeburger als Präsident neu besetzt, während Hans Sidler, Malermeister, das Amt des Präsidenten der Juniorenkommission (später JUKO genannt) übernahm. Als Trainingsleiter
der Aktiven konnte Werner Nussbaumer (ex-SC Zug) gewonnen werden. In dieser Saison verwirklichte sich ein
lang gehegter Wunschtraum: Im «Teuflibach» wurde nach den Plänen von Passivmitglied Hans Büchler eine Clubhütte
(zwei Umkleideräume, ein Duschraum u.a.) gebaut.


1954/55
Der SC Cham stellte zwei Regionalmeister und schaffte (endlich!) den Aufstieg in die 2. Liga. Der Sportclub
überzeugte in den Aufstiegsspielen gegen Niedergösgen (den Club des ehemaligen Chamer Spielertrainers Eggenschwiler) mit zwei einwandfreien Siegen (6:2 und 2:1). Den Titel eines Regionalmeisters und die damit verbundene Aufstiegsberechtigung in die Inter-Klasse erkämpften sich auch die A-Junioren.


Jahre der 2. Liga – Juniorenerfolge
 
1955/56
stieg die 1. Mannschaft des SC Cham mit Josef Hüsler als Trainer (inzwischen SFAV-Instruktor geworden) in das
2. Liga-Abenteuer. Er half auch, zusammen mit Otto Nussbaum, beim Training der Junioren, die neu unter der Leitung
von Leo Niggli standen. Das erste Jahr der 2. Liga-Zugehörigkeit brachte auch dem Kassier neue Aufgaben, vermehrte
Arbeit und grösseren Umsatz. Leider war der Ertrag (Platz einnahmen!) in Anbetracht der Tatsache, dass die Gruppe
Aargau / lnnerschweiz neue, attraktive Gegner (z.B. Wettingen, Baden) brachte, nicht ganz den Erwartungen entsprechend.

1956/57
Fortan übernahm Otto Nussbaum das Training der Aktivmann schaften. Die 1. Mannschaft überstand das berüchtigte «zweite Jahr» nicht ohne Belastung. Kein Sieg wollte auf eigenem Platz gelingen, dafür überzeugte sie, besonders gegen Saisonende, in einigen Aus wärtsspielen und konnte die Ligazugehörigkeit wahren (10./12). Die Jüngsten des Vereins, die C-Junioren, wurden Regionalmeister.

1957/58
Für diese Saison wurde Josef Brun (ex-FC Luzern) als Trainingsleiter engagiert. Sechs Mannschaften griffen in
die Meisterschaftskämpfe ein und es waren diesmal wiederum die Senioren, welche für Meisterehren sorgten, sie wurden
nach einem denkwürdigen Finalsieg über den SC Zug Seniorencup-Sieger.

1958/59
Endlich konnte eine zusätzliche Platzbeleuchtung mit drei Masten und sechs Beleuchtungskörpern installiert werden, so dass in der Folge auch Nachtspiele ausgetragen werden konnten. Wiederum gab es einen Regionalmeister (C-Junioren), der in den Finalspielen gegen den SC Zug und den LSC oben aus schwang.
Die 1. Mannschaft war besonders im Schweizer-Cup erfolgreich, indem sie erst gegen den 1. Liga-Club Locarno vor
683(!) zahlenden Zuschauern höchst ehren voll unterlag (1:2).

1959/60
Die 1. Mannschaft spielte in der neuformierten Innerschweizer 2. Liga-Gruppe. Zum dritten Mal innerhalb
von vier Jahren wurden die C-Junioren Regionalmeister.
Im Dezember 1959 fand erstmals ein Chlausabend statt und der 14. Juni 1960, der Geburtstag des 50 Jahre alt gewordenen Vereins, ging vorüber ... Doch vier Wochen später wurde tüchtig nachgeholt: Ein grossaufgezogenes «Jubiläums-Grümpelturnier» mit Festhüttenbetrieb und Unterhaltungs abenden bildete während zweier Tage quasi die «volkstümliche Jubiläumsfeier».


Jubiläum 1960 – die Sportclub-Familie.


1960/61
Die offizielle Feier «50 Jahre Sportclub Cham» hingegen fand erst in dieser Saison statt und zwar am 29. Oktober 1960 im Theatersaal zum «Neudorf». Anwesend waren auch drei Vertre ter aus der Gründungszeit, nämlich Jacques Bastady, Paul Baumgartner und Robert Ritter. Während die 2. Liga-Mann schaft einen Mittelfeldplatz (6./11) erreichte, sorgten wiederum die Junioren für ein Spitzenergebnis: Die B-Junioren wurden Regionalmeister.


Heimatlos
 
1961/62
wurde die Saison durch Todesfälle überschattet. Innerhalb weniger Wochen starben die um den Verein sehr verdienten Vorstands- und Ehrenmitglieder Otto Burri und Adolf Schaller. Zudem kündigte sich am Ende der Saison die Gewissheit an, dass der SC Cham für zwei bis drei Jahre ohne Sportplatz auskommen musste: Die Anlage im «Teuflibach» hatte Erweiterungsbauten der Papierfabrik zu weichen. Heinrich Habermacher trat nach 32(!) Jahren Präsidialzeit zurück und wurde verdientermassen zum Ehrenpräsidenten ernannt.

1962/63
Dr. Marco Moser übernahm als neuer Präsident die Führung des Clubs. Neu war auch die technische Leitung:
Raffael Brizzi (ex-FC Zürich) wur de Spielertrainer. Die sportliche Aktivität litt natürlich unter der Sportplatzmisere.
Die Aktiv-Mann schaf ten erhielten zwar für die «Heimspiele» Gastrecht in Zug und Rotkreuz, die übrigen mussten aber durchwegs auswärts antreten. Trainiert wurde im «Hirsgarten», während die Papierfabrik Umkleidekabinen und Duschräume zur Verfügung stellte.

1963/64
Die 1. Mannschaft, von Raffael Brizzi und Werner Henggeler (SPIKO) geführt, war mit vielen auswärtigen Spielern durchsetzt; sie erreichte den 4. Rang und war somit in der 2. Liga noch nie so gut platziert. Die A-Junioren wurden
Regionalmeister und die B- und C-Junioren belegten vordere Ranglistenplätze. Das reichte zum Sieg im Wettbewerb
«Promemoria Reinhard Flachsmann».

1964/65
Leider stieg die 1. Mannschaft aus der 2. Liga ab, der sie zehn Jahre angehört hatte. Der Aderlass zu Beginn
der Saison (zehn Spieler standen nicht mehr zur Verfügung) sowie die Tatsache, schon das dritte Jahr «heimatlos» zu sein, haben wesentlich zu diesem sportlichen Rückschlag beigetragen.


Neuer Platz – trotz Abstieg vermehrte Breitenentwicklung
 
1965/66
Die Aussicht, in dieser Saison den neuen Sportplatz im «Eizmoos» beziehen zu können, gab dem SC Cham neuen Auftrieb. Die Papierfabrik, unter der Regie des grossen SC Cham-Gönners Dir. R. Naville, hatte ihn in fast dreijähriger
Arbeit herrichten lassen. Die Platzeinweihung fand am 7./8. August 1965 statt. Im Juli 1966 wurde das zur Tradition
gewordene Grümpelturnier erstmals als Dorfturnier (nur Chamer Mannschaften) durchgeführt.


SC Cham im August 1965, Platzeröffnung «Eizmoos». Stehend von links: K. Schärer, K. Amgwerd, J. Hüsler,
A. Litschi, G. Pellegrini, B. Weibel, W. Corrent, H. Heller. Kniend von links: E. Rüttimann, F. Herrmann, W. Gillmann,
R. Kleiner, H. Corrent.


1966/67
liess sich nicht gut an, stand doch für die Aktiven vorerst kein Trainingsleiter zur Verfügung. Die Mannschaften wurden von SPIKO-Präsident Kurt Schärer vorbereitet, später übernahm Remo Städeli das Training. Dank dem Entgegenkommen der Gemeinde und dank des Engagements von Vereinsmitgliedern entstand am Waldrand (Städtler wald) ein zweites Spiel feld.

1967/68
Nur mit Glück konnte der Abstieg der 1. Mannschaft in die 4. Liga verhindert werden. Wegen eines Protestfalles, der erst nach Saisonschluss erledigt worden war, kam es am 28. Juli 1968 zu einem Entscheidungsspiel gegen den FC Ägeri. Erstmals wurde eine Veteranenmann schaft gemeldet.

1968/69
Der Club stand unter neuer Leitung: Kurt Galliker hatte Dr. Marco Moser abgelöst. Der frühere Trainer Raffael Brizzi versuchte das Fanionteam wieder auf Vordermann zu bringen. Wie schon letztes Jahr fand in Davos ein Juniorenlager statt.

1969/70
In der Rückrunde sprang Bruno Richenberger für den aufgebenden Raffael Brizzi als Trainer ein und erreichte mit der
3. Liga-Mannschaft einen guten 4. Rang.

1970/71
Die 1. Mannschaft strebte mit Michael Mader als neuem Trainer den Aufstieg an.

1971/72
Das Fehlen eines Spielkommissionspräsidenten wirkte sich vorerst negativ aus. Es reichte dann dennoch für
beide Aktivmannschaften zu Mittelfeldplätzen. Junioren-Trainer Urs Steiger organisierte ein B-Junioren-Turnier, das
ab 1974 zum festen Bestandteil der Saison-Aktivitäten werden sollte.

1972/73
Josef Hüsler zeichnete als neuer Präsident. Auch die technische Leitung war neu, so übernahm Simon Debély das Training und Leo Bucher die SPIKO. Die Juniorenabteilung, seit fünf Jahren unter Führung von Peter Steirer, wies schon mehr als 100 Mitglieder auf und organisierte erstmals Eltern- und Juniorenabende.


SC Cham 1972, stehend von links: H. Meienberg, B. Weibel, H. Biagi, S. Debély, B. Huber, K. Richenberger, R. Köpfli,
M. Mader (Trainer). Kniend von links: K. Freimann, A. Keiser, R. Kleiner, W. Gillmann, U. Steiger, R. Baumgartner.


Rege Aktivitäten – Teilerfolge
 

1973/74
Ein turbulentes Vereinsjahr. Nach lässigkeiten in der Kassaführung bewirkten, dass die Generalversammlung erst am
2. Dezember 1974 stattfand. Man beschloss die Gründung einer Gesellschaft «Pro Eizmoos» zur Finanzierung des zu schaffenden Clubheimes. 120 Junioren, die neu unter der Leitung von Rudolf Kleiner (An walt) standen, mussten
in fünf Mann schaften betreut werden. Es tauchte zum ersten Mal die Frage der Limitierung der Juniorenbestände auf,
denn die Probleme nahmen zu.

1974/75
Der SC Cham erhielt am Ende der Saison den Wanderpreis des IFV für die beste Gesamtleistung (5. Rang im ge -
samtschweizerischen ZUS-Wettbewerb). Die 1. Mannschaft, die neu unter der Leitung des Trainergespanns Albert Körner / Stany Jarczyk stand, wurde Gruppenmeister und verpasste den Aufstieg in die 2. Liga auf ärgerliche Art. Zwei Junioren-
mannschaften erreichten die Qualifikation für die Inter-Klasse. Ins Jahr 1975 fällt auch die Eröffnung des «Juniorenheimes».


SC Cham Gruppenmeister 1975, stehend von links: H. Biagi, P. Bucher, U. Steiger, A. Meier, B. Huber, A. Körner
(Trainer), R. Köpfli, R. Baumgartner, L. Bucher (SPIKO-Präsident), P. Tschan (Betreuer). Kniend von links: St. Jarczyk
(Trainer), R. Kleiner, W. Wigger, B. Biagi, A. Balmer, H. Ryser, K. Freimann, St. Eicher (es fehlt M. Lehmann).


1975/76
Leider vermochte die 1. Mannschaft (SPIKO-Präsident: Fritz Oderbolz) trotz guter Leistungen das Resultat vom
Vorjahr nicht zu wiederholen.

1976/77
Urs Steiger übernahm das Training der 1. Mannschaft, welche die Ligazugehörigkeit nur knapp wahren konnte.
Für den mit Verbandsaufgaben (Regionalkomitee IFV) betrauten Rudolf Kleiner trat Franz Bellmont an die Spitze der Juniorenkommission.

1977/78
erhielt der Club in der Person von Titus Paganini einen neuen Präsidenten. Der Spielbetrieb für elf Mannschaften konnte nur mit Mühe aufrechterhalten werden. Erst am Ende der Saison gab es insofern eine Entlastung, als der Platz bei der neuen Schulanlage im «Röhrliberg» für gewisse Spiele zur Verfügung gestellt wurde.

1978/79
Der Umstand, dass nunmehr drei Spielfelder für Training und Spiel zur Verfügung standen, erforderte die Schaffung einer Koordinationsstelle in der Person eines Platzchefs (Bruno Weibel, von der Gemeinde gewählt).

1979/80
Wiederum übernahm Stany Jarczyk das Training der 1. Mannschaft, die stark verjüngt in die 3. Liga-Meisterschaft eingriff und trotz Verletzungs pech den angestrebten Mittelfeldplatz (5./10) mit dem positiven Torverhältnis von 39:28 erreichte. Neue Probleme be schäftigten den Vorstand: ein Vorprojekt für eine neue Sportanlage musste zuhanden der Einwohnergemeinde erarbeitet werden.



Abstieg und Wiederaufstieg – Konsolidierung
 

1980/81
Nun traf ein, was sich schon seit einigen Jahren abgezeichnet hatte, nämlich der Abstieg der 1. Mannschaft in die 4. Liga. Die «Ehre» des Vereins rettete in dieser Saison eine Junioren-Mannschaft: Die C-Junioren wurden verlustpunktlos
Regionalmeister.

1981/82
leitete vorerst ein Interims-Vorstand den Verein. An der a.o. Generalver sammlung vom 26. November 1981 wurde dann der Vorstand mit Andreas Baumann an der Spitze bestätigt. Der neue Präsident unterbreitete auch gleich ein Konzept, das eine straffere Organisation der Vereinsstruktur beinhaltete. Der Aufstieg in die 3. Liga wurde mit einer durch auswärtige Spieler verstärkten Mannschaft unter Führung von Paul Liner bewerkstelligt.

1982/83
Am 27. September 1982 bewilligte die Einwohnergemeindeversammlung den Ausbaukredit für das Eizmoos in der
Höhe von Fr. 2,5 Millionen und so konnten die Arbeiten beginnen.

1983/84
Mit der Verpflichtung des ehemaligen Bundesligaspielers Karl-Heinz Haymann als Spielertrainer wurde ein neuer Anlauf genommen, aus der sportlichen Anonymität herauszutreten. Die Bemühungen schienen lange Zeit von Erfolg gekrönt zu sein, denn die Mannschaft wurde Wintermeister. Doch in der Rückrunde brach sie trotz guter Vorbereitung ein und landete auf dem 3. Schlussrang.

1984/85
stand die neue Sportanlage zur Verfügung. Nach dem nur teilweise gelungenen Versuch mit auswärtigen Spielern setzte man in dieser Saison wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs. Als Spielertrainer konnte der Alt-Internationale Francis Montandon (ex-GC) verpflichtet werden.


1. Mannschaft 1984, stehend von links: Karl Buser (Coach), Sepp Zurfluh (Masseur), Paul Liner, Herbert Litschi,
Adrian Steffen, Jörg Walser, Markus Schneider, Urs Scherer, Kurt Kaufmann, Theo Baumann (Goali-Trainer), Francis
Montandon (Trainer). Kniend von links: Rolf Oeler, Boris Schwarzenberger, Peter Schneider, Alex Freimann, Rupert
Heggli, Renato Morisoli, René Wicki. Es fehlen: Albert Meier, Hugo Berwert.


1985/86
André Dommann übernahm das Amt des Juniorenobmanns und leitete eine neue Ära der Juniorenförderung beim
SC Cham ein.

1986/87
Mit einem guten Kader strebte man in der 3. Liga einen Spitzenplatz an, was dann auch gelang, denn die Aufstiegsspiele verpassten die Jungs um Francis Montandon nur um einen Rang.

1987/88
Nach einem souveränen Gruppensieg in der 3. Liga wurde unser Fanionteam in den Aufstiegsspielen gar Verbandsmeister und stieg in die 2. Liga auf. Das Aufstiegsfinale gegen den Lu zerner SC gewannen die Chamer unter der Führung von Spielertrainer Francis Mo tandon souverän. Die Juniorenabteilung war in sämtlichen Kategorien in der 1. Stärkeklasse vertreten.

1988/89
Die 1. Mannschaft unter Spielertrainer Paul Börlin konnte nur dank eines gewonnenen Entscheidungsspiels gegen Goldau den Hals erst im letzten Moment aus der Abstiegsschlinge ziehen. Die Juniorenabteilung eilte von Erfolg zu Erfolg.



In die Juniorenabteilung kommt Bewegung
 

1989/90
Als Nachfolger des verdienten Andreas Baumann, welcher mit seiner Dynamik einen starken Aufschwung beim Sportclub bewirkt hatte, wurde Hardy Werder zum neuen Präsidenten des SC Cham gewählt. Weil es zusehends schwieriger
wurde, weinrote Dresses zu ordern, beschloss man statuarisch, die Vereinsfarben auf rot/blau zu ändern.

1990/91
Die Interessengemeinschaft «IG SC Cham» unter der Leitung von Ernst Kuhn wurde ins Leben gerufen und stand dem Sportclub fortan finanziell und ideell tatkräftig zur Seite.

1991/92
Roger Zimmermann, der Trai ner der 1. Mannschaft, wurde nach zweieinhalbjähriger Tätigkeit per Saisonende
verabschiedet. Das Mini-Kick, in welchem Redaktor Walter Kälin Interessantes und Informatives aus der Juniorenabteilung berichtete, erlebte seine Geburtsstunde. 1995 wurde es als MAXI-Kick zum Sprachrohr des Gesamtvereins. Erstmals wurde der Sportclub von einem Technischen Leiter (Urs Steiger) unterstützt.

1992/93
Spielertrainer Franz Bucher (ex FC Luzern) wurde neu verpflichtet. Der ehemalige Nationalligaspieler Berti Nussbaumer nahm fortan die A-Inter-Junioren unter seine Fittiche.

1993/94
Mit vielen einheimischen Spielern wurde der 2. Ligaerhalt unter der Leitung von Franz Bucher knapp geschafft. Das 150er-Spiel (H.P. Lerch) wurde erstmals in die Wege geleitet und Richi Furrer wurde zum neuen TK-Chef
gewählt.

1994/95
Die Juniorenabteilung war mittlerweile auf 18 Mannschaften mit 320 Junioren angewachsen und somit eine der grössten Juniorenabteilungen gesamtschweizerisch. Franz Bucher verliess den Sportclub nach drei erfolgreichen Aufbaujahren.
Er brachte den Stein ins Rollen und ermöglichte talentierten Junioren (Furrer, Wigger, Halter, Salzmann, Abächerli, Bütler, Enz usw.) die Integration in die erste Mannschaft. Eine mit vielen eigenen Junioren bestückte 2. Mannschaft schaffte wiederum den Aufstieg in die 3. Liga.


1. Mannschaft – Saison 1994/95, vierte Reihe von links: René Disler (Coach), Andy Manetsch, Markus Zgraggen
(Masseur), Thomas Stöcklin, Franz Bucher (Trainer). Dritte Reihe von links: Hardy Werder (Präsident), Edi Karisch
(Gallo Reini gungen), Sacha Cossar, Beat Bütler, Emil Tandara, Thomas Furrer, Richard Furrer (Sportchef). Zweite
Reihe von links: Roland Halter, Danko Radulovic, Yves Salzmann, Renato Morisoli, Roger Krienbühl. Erste Reihe von
links: Marcel Werder, Reto Abächerli, Patrick Lindauer, Antonio Carino, Daniel Wigger.


Saison 1994/95. Als Dank für die wichtige Arbeit an der Jugend stiftete Walter Riedweg, Inhaber der Firma Leila
Metalle, der JUKO des SC Cham einen Trainingsanzug.


1995/96
Der ehemalige Natispieler Stefan Marini wurde als Spielertrainer engagiert und etablierte sich mit der ersten Mannschaft auf dem 2. Rang der 2. Liga. Die Inter A-Junioren beschlossen die Saison auf dem 1. Rang. Roland Köpfli übergab per Saisonende, nach 5-jähriger sehr erfolgreicher Juniorenobmanntätigkeit, das Zepter an Daniel von Flüe. Bölz Meier übernahm fortan die Verantwortung für das Layout des Maxi- Kicks.



Die Juniorenabteilung boomt
 

1996/97
Der SC Cham wurde unter Stefan Marini 2. Liga-Meister, leider gingen die Aufstiegsspiele gegen Biasca verloren.
Erstmals wurde 1997 das inzwischen traditionelle interne DEF-Junioren-Hallenturnier unter Leitung von Martin Trinkler
durchgeführt.

1997/98
Nach zweijährigem sehr erfolgreichem Engagement übergab Stefan Marini das Zepter der 1. Mannschaft an den Trainerneuling Dani Stadler, welcher mit einem 2. Platz in der 2. Liga startete. Dabei setzte er weiterhin auf eine gute
Integration des eigenen Nachwuchses, so ersetzte man erfahrene 2. Ligaspieler bewusst nicht mit auswärtigen Akteuren.



Aufstieg in die 1. Liga
 

1998/99
Die erste Mannschaft wurde mit einem stark verjüngten und vielen Eigengewächsen gespickten Team zum zweiten Male 2. Ligameister und promovierte nach Aufstiegsspielen gegen den FC Blue Stars Zürich erstmals in die 1. Liga.
Sascha Cossar wurde zum 5. Mal Torschützenkönig der 2. Liga.

1999/00
Dani Stadler versuchte mit seinem Team alles, sich in der 1. Liga zu halten, doch Unvermögen und viel Pech besiegelten mit einem letzten Tabellenrang den Abstieg. In der Juniorenabteilung gab es hingegen gleich 3 Meistertitel zu vermelden: A-Jun. (J. Hodzic) / C-Jun. (Hitz /Jenzer) / F-Jun. (W. Kälin). Erstmals wurde eine entlöhnte Sekretariatsstelle geschaffen.


1. Mannschaft – Saison 1999/2000, hinterste Reihe von links: Hardy Werder (Präsident), Daniel Stadler (Spieler -
trainer), Stefan Lüthold, Besnik Reci, Beat Bütler, Rolf Bachmann, Roland Köpfli (Coach), Peter Echser (IMS Health).
Mittlere Reihe von links: Edi Karisch (Gallo Reinigungen), Manuel Bachmann, Michael Haymann, Fabian Huwyler,
Marc Noser, Erich Elsener, Dzevad Skenderovic, Marcel Werder, Fritz Oderbolz (Kassier). Vorderste Reihe von links:
Theo Baumann (Torhüter-Trainer), Eugen Suter, Daniel Wyss, Remo Laini, Yves Salzmann, Sacha Cossar, Daniel
Rogenmoser, Richard Furrer (Sportchef/Coach). Es fehlen, Thomas Stöcklin, Roger Krienbühl, Philipp Weber.



Ein zweiter Anlauf wird gestartet
 

2000/01
Eine grosse Ära ging zu Ende, unser omnipräsenter und charismatischer Vereinspräsident Hardy Werder trat nach
10-jähriger Amtstätigkeit zurück. Hardy war stets bestrebt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in seiner grossen Sportclubfamilie mit seiner Ruhe und seiner väterlichen Aura zu fördern. Der ehemalige NLA-Spieler René Müller
übernahm in der neu geschaffenen 2. Liga Interregional die 1. Mannschaft von Dani Stadler.

2001/02
Die erste Mannschaft konnte in der 2. Liga interregional lediglich den Ligaerhalt schaffen. Die A und die B-Junioren
spielten wiederum in der Meisterklasse. Fritz Oderbolz, ein grosser Könner seines Fachs, trat nach unzähligen
Jahren pflicht bewussten Schaffens als Finanzchef zurück.

2002/03

Mit Paul Börlin konnte derjenige Trainer verpflichtet werden, der genau den Wunschvorstellungen der Vereinsleitung entsprach, denn man hatte auf diese Saison hin die Mannschaft mit vielen Eigengewächsen verjüngt. In der Rückrunde erreichte die Equipe souverän gar den Aufstieg in die 1. Liga!

2003/04
Im unteren Tabellendrittel platziert, schaffte die 1. Mannschaft den Ligaerhalt.


1. Mannschaft – Saison 2003/2004, vierte Reihe von links: Besnik Reci, Dusan Ilic, Jörg Portmann, Marcel Werder,
Daniel Moser. Dritte Reihe von links: Urs Scherer (Sportchef), Daniel Böbner (Torhüter-Trainer), Markus Zgraggen
(Masseur), Stefan Lüthold, Philipp Merle, Beat Bütler, Pablo von Siebenthal, Peter Blunier (Coach), Paul Börlin
(Trainer). Zweite Reihe von lnks: Daniel Gezer, Anis Jakupovic, Patrick Priant, Andre Kälin, Daniel Rogenmoser, Aurel
Hassler, Walter Riedweg (Hauptsponsor), Hardy Werder (Präsident). Erste Reihe von links: Kay Schmid, Denis Lovric,
Sheptim Emini, Luca Sessa, Remo Di Jorio.


2004/05
Am 21. August fand im Eizmoos das Einweihungsfest für den neuen Garderobe- und Restaurantkomplex statt.
Daniel Amrein übernahm das Club-Präsidium und trat jedoch bereits im Juni 2005 wieder zurück. Auf Grund der prekären Tabellensituation in der Vorrunde übernahm Jean-Daniel Gross per Rückrunde den Trainerposten von Paul Börlin.
Die erste Mannschaft erreichte mit einem 12. Platz den Ligaerhalt. Die A-Junioren erreichten die Promotion in die Coca-Cola Junior League.



Die Jahre ohne Präsidium
 

2005/06
Nach zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit als Juniorenobmann gab Daniel von Flüe seinen Rücktritt. Der letztjährige CCJLA-Trainer Samir Ben Nejma übernahm die zweite Mannschaft und leistete hervorragende Arbeit. Die 1. Mannschaft konnte sich im Mittelfeld etablieren.

2006/07
Cham erreichte die Aufstiegsrunde und schlug in einem dramatischen Aufstiegsspiel den Kronfavoriten FC Biel auswärts mit 1:2. Cham spielte somit in der kommenden Saison in der Challenge League! Auch im Schweizer Cup bescherte uns die Partie SC Cham – FC Aarau (1:3) ein volles Haus im Eizmoos.



Abenteuer Challenge-League
 

2007/08
Das Abenteuer Challenge League, mit Gastrecht auf der Hertiallmend in Zug, dauerte leider nur eine Saison.
Mit hochstehenden Finalspielen konnte der erstmalige Aufstieg einer 2. Mannschaft des SC Cham in die 2. Liga realisiert
werden. Dieser Aufstieg war umso höher einzuschätzen, zumal dies mit einer jungen und mehrheitlich aus der eigenen
Juniorenabteilung gebildeten Mannschaft realisiert werden konnte!



Eine junge 2. Mannschaft spielt in der 2. Liga
 

2008/09
Heimkehr ins Stadion Eizmoos hiess in diesem Jahr die Devise und Fans wie Funktionäre freuten sich sichtlich.
Die 1. Mannschaft etablierte sich unter ihrem neuen Trainer Thomas Wyss auf einem sicheren Mittelfeldplatz der 1. Liga.
Doch bereits nach einer Saison verabschiedete sich der Trainer wieder. Fortan schenkte der Verein das Vertrauen Dani
Stadler. Die C-Junioren (G. Eyer) schafften den erstmaligen Aufstieg in die CCJL.

2009/10
Den 20. September 2009 darf man getrost als das Club-Highlight bezeichnen. Der FC Basel bescherte uns vor
5210 Zuschauern einen tollen Höhepunkt im Schweizer Cup. Dass Streller, Frei, Stocker und Co. dieses Spiel mit 0:3 für
sich entschieden, war an diesem sonnigen Sonntagnachmittag auf der Hertiallmend der einzige Wermutstropfen, ansonsten gab es nur Sieger. Nachdem die Chamer Bevölkerung am 27. September einem 2.42 Mio.-Kredit zugestimmt hatte, konnte ein wichtiger Meilenstein, das grosse Erweiterungsprojekt im Eizmoos unter Baukommissions-Präsident Walter Hochreutener, in Angriff genommen werden. Nebst diversen Umgebungsarbeiten entstanden ein Kunstrasenfeld, sowie eine markante Vergrösserung der Garderobengebäulichkeiten. Sportlich war es im wahrsten Sinne des Wortes eine Zittersaison, konnte man doch den Ligaverbleib erst in einem Entscheidungs spiel in Schötz gegen den FC Emmenbrücke (3:0) erkämpfen. Interimstrainer Andy Egli, der Dani Stadler erst im letzten Spielmonat abgelöst hatte, bescherte dem Verein mit der dramatischen Rettung einen emotionalen Schlusspunkt erster Güte.


1. Liga-Team – Saison 2009/10, hinterste Reihe von links: Marco Elsener, Marco Schwarzenberger, Marco Kottmann,
Stefan Blunschi, Dragoljub Salatic, Adrian Sager, Sandro Marini. Mittlere Reihe von links: Edgar Nicollau (Arzt), Walter
Riedweg (Hauptsponsor), Markus Bösch, Oliver Schmid (Coach), Daniel Stadler (Trainer), Marco Trangoni (Torhüter-
Trainer), Sandro Scherer, Roland Köpfli (Betreuer), Urs Scherer (Präsident). Vorderste Reihe von links: Stefan Bud -
miger, Simon Hofer, Boris Jevremovic, Daniel Ineichen, Daniel Rogenmoser, Roger Mathis, Davide Palatucci, Hardy
Werder (Transferkommission). Es fehlen: Philipp Bowald, Mirco Döttling, Mattia Palatucci, Reto Scherer, Nevzat Zukic.



3. Liga-Team – Saison 2009/10, hinterste Reihe von links: Michael Schwarzenberger, Cyrill Suter, Oliver Isenegger,
Luca Ryser, Matthias Minor, Aurel Hassler. Mittlere Reihe von links: Benno Blättler (Trainer) Marcel Werder
(Assistenztrainer) Fabian Kempf, Patrick Betschart, Diego Ryser, Yannick Julen, Lukas Hess, Liz Betschart (Masseurin).
Vorderste Reihe von links: Blessing Pullen, Gzim Nasufi, Marc Hegglin, Michael Betschart, Sandro Nieland, Ivan
Jurcevic, Pascal Forny.